Die ICF Schritt für Schritt erklärt – Bedarfe selbst formulieren und mehr Teilhabe erreichen!
Menschen mit Behinderung haben Anspruch auf Leistungen zur Teilhabe, wenn ihre gesellschaftliche Teilhabe beeinträchtigt ist. Dabei stehen ihre individuellen Wünsche und Bedürfnisse im Mittelpunkt. Dieses Recht ist in den Sozialgesetzen verankert. Aber was bedeutet es eigentlich, eine Behinderung zu haben? Und wie können wir sicherstellen, dass jeder Mensch die Unterstützung bekommt, die er wirklich braucht?
Der Austausch auf Augenhöhe zwischen Menschen mit Behinderung, ihren Angehörigen, Kostenträgern (z. B. Sozialversicherer) und Leistungserbringern (z. B. Ärzt*innen, Therapeut*innen etc.) erfordert ein gemeinsames Verständnis von Funktionsfähigkeit und Behinderung. Genau hier setzt die ICF (Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit) an.
In diesem Buch werden die ICF und der Prozess der Bedarfsermittlung Schritt für Schritt erklärt:
Die UN-Behindertenrechtskonvention hat die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen mit Behinderung zum Ziel. Das bio-psycho-soziale Modell der ICF versteht Behinderung nicht als alleinige Folge einer Erkrankung. Vielmehr wird auch gefragt, welche Umweltbedingungen die gesellschaftliche Teilhabe behindern. Die ICF betrachtet also immer die Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt.
Ob Sie selbst betroffen sind, in der Beratung arbeiten oder das Konzept besser verstehen möchten – dieses Buch gibt Ihnen das nötige Wissen an die Hand, um diese Wechselwirkungen zu erkennen und die ICF gezielt zu nutzen.
Die Arbeitsblätter zur Funktionsfähigkeit können nach erfolgter Registrierung von der Hogrefe Website heruntergeladen werden.