Der Preis der Lust

Leesfragment
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Drei Uhr morgens. Zweiunddreißig Tage seit er den einzigen Menschen begraben hat, der ihn je geliebt hat. Hungrig, pleite, ohne Ausweg — da stieß Angel auf die Anzeige.

"Massagehaus sucht Verstärkung. Gutes Aussehen. Keine Erfahrung nötig. Tagesauszahlung."

Er hatte keine Ahnung, dass drei Zeilen Text ein Leben beenden und ein anderes beginnen konnten.

Angel ist Mitte zwanzig, seine Wohnung ist leer, und er hat nichts mehr zu verlieren. Als sich die Tür zu Nummer 313 öffnet, findet er Penélope — makellos, kalt, unantastbar — und eine Welt, in der der Körper Währung ist, Schweigen seinen Preis hat und die mächtigsten Männer der Stadt ihre dunkelsten Geheimnisse zwischen teuren Laken vergraben.

Was als Verzweiflung beginnt, wird zum Überleben. Was zum Überleben wird, wird zur Macht.

Doch Macht, in dieser Welt, fordert ihre Schulden zurück.

Zwischen Politikern, die Tugend predigen und für Laster bezahlen, Geschäftsmännern, die Schweigen wie eine Ware kaufen, und einem Mann namens Cristian — der Angel ansieht, als würde er etwas erkennen, das Angel selbst sich nie zu benennen gewagt hat — beginnt die Grenze zwischen Opfer und Täter zu verschwimmen.

Und als die Geheimnisse, die in diesem Haus begraben liegen, langsam an die Oberfläche drängen. Als alte Feinde mit schärferen Messern zurückkehren. Als die Menschen, die Angel um jeden Preis schützen wollte, selbst zu Zielscheiben werden.

Muss er entscheiden, wer er wirklich ist.

Der verlorene Junge, der an jene Tür geklopft hat.

Oder der Mann, der gelernt hat, dass er nie wieder klopfen muss.

In dieser Welt hat jeder seinen Preis. Die einzige Frage ist, ob man den eigenen kennt — bevor oder nachdem man ihn bereits bezahlt hat.

Eine Geschichte über Macht, Verwandlung und den Preis des Überlebens in einer Welt, die alles nimmt, was man ist — und etwas zurückgibt, das man kaum noch wiedererkennt.

Explizit. Roh. Unausweichlich.

Für erwachsene Leser, die keine Angst vor der Dunkelheit haben.

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