Nie-da-gewesen-Literatur.
Etwas ist in Maela, das nicht aus ihr kommt.
Etwas, das nicht benannt wurde, aber geblieben ist.
Etwas, das sich in ihr abgelegt hat – wie ein Mantel.
Wie ein Vorwurf.
Wie Schuld.
Maela lebt in einer Gesellschaft, in der Schuld offiziell verteilt wird. Jeden Morgen nimmt sie einen Schuldvermerk entgegen. Formell. Still. Wie viele andere auch. Doch was sie unterschreibt, gehört ihr nicht. Und was sich in ihr anstaut, trägt kein klares Etikett.
Eines Tages geschieht etwas, das nicht vorgesehen ist:
Ein Brief taucht auf – ohne Absender.
Ein Satz trifft sie – ohne Stimme.
Und eine junge Frau – Sira – sieht sie auf eine Weise, die niemand sonst kann.
Was als Pflicht beginnt, wird zur Störung.
Was sich wie Alltag anfühlt, kippt in ein diffuses Erinnern.
Maela beginnt zu zweifeln – nicht an der Welt, sondern an sich selbst.
Wem gehört das, was sie spürt?
Wer war sie, bevor sie Schuld annahm, die nie die ihre war?
Und ist es möglich, sich selbst zurückzuholen – wenn man nie ganz man selbst war?
"Schuldträgerin" ist kein klassischer Roman.
Es ist eine EX-LIT-Erzählung: Literatur an der Kante der Wahrnehmung. Kein Thriller. Kein Mystery. Keine Fantasy. Und doch: eine Wirklichkeit, die sich anders anfühlt.
Eine existenzielle Krümmung der Normalität.
Ein Text für alle, die etwas spüren, das nie da gewesen sein dürfte – und trotzdem da ist.
EX-LIT – Existenz-Krümmung ist ein neues Genre.
Für Leser*innen, die die Welt nicht verlassen wollen, aber erkennen, dass sie sich längst verschoben hat.
Für alle, die wissen: Realität ist nicht, was bestätigt wird – sondern was wirkt.
Und manchmal wirkt etwas in uns, das von ganz woanders kommt.
Die Schuld in diesem Roman ist nicht laut.
Sie hat keine Täter, keine Tatorte, keine klaren Linien.
Sie lebt im Echo, im Schweigen, im Blick.
Sie ist nicht erklärbar – aber spürbar.
Und genau darin liegt ihre Kraft.
"Schuldträgerin" ist ein stilles Buch.
Ein poetischer Roman über Identität, Übertragung und die Unsichtbarkeit innerer Risse.
Es richtet sich an Leser*innen, die keine Antworten suchen – sondern Räume.
Gedankenräume. Zwischenräume. Spürräume.
Maela ist keine Heldin.
Aber sie trägt etwas, das viele kennen.
Etwas, das keine Sprache hat – aber Gewicht.
Wenn du dich jemals gefragt hast, ob das, was in dir lebt, wirklich aus dir kommt –
dann ist "Schuldträgerin" vielleicht dein Buch.